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Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht geben Sie einer Person Ihres Vertrauens die Vertretungsmacht, für Sie im Bedarfsfall (das heißt, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind) rechtsverbindliche Entscheidungen treffen zu können. Sie erteilen die Vorsorgevollmacht durch eine entsprechende schriftliche Erklärung gegenüber der/dem Bevollmächtigten. Diese Erklärung ist ein Rechtsgeschäft und dient der Vermeidung einer rechtlichen Betreuung.

 

Grundsätzlich reichen die Schriftlichkeit und Ihre Unterschrift für die Wirksamkeit Ihrer Vorsorgevollmacht aus.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Ihre Vorsorgevollmacht 

  • öffentlich beglaubigen zu lassen. Hiermit wird die Echtheit Ihrer Unterschrift bestätigt. Das kann die Akzeptanz der Bevollmächtigung Dritten gegenüber und damit die praktische Anwendbarkeit erleichtern. Die Betreuungsstellen beim Kreis Borken und der Stadt Bocholt nehmen diese öffentliche Beglaubigung gegen eine Gebühr von 10 Euro vor. Ferner können Sie die Vollmachtsurkunde auch bei einem Notar beglaubigen lassen.

oder

  • notariell beurkunden zu lassen. Hiermit werden Ihre Geschäftsfähigkeit und die Gültigkeit Ihrer Unterschrift bestätigt. Sie sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, wenn die Gefahr besteht, dass andere Personen Ihre Geschäftsfähigkeit bei Erteilung der Vollmacht anzweifeln.

Soll die/der Bevollmächtigte mit der Vollmacht auch Grundbuchänderungen vornehmen dürfen, z. B. bei Veräußerung eines Grundstücks, muss die Unterschrift der Vollmachtgeberin bzw. des Vollmachtgebers öffentlich beglaubigt oder notariell beurkundet sein. Dies gilt auch, wenn später eine Erbschaft für die Vollmachtgeberin bzw. den Vollmachtgeber ausgeschlagen werden soll. Wenn Sie Inhaber eines Unternehmens oder selbstständig sind, sollte Ihre Vollmacht notariell beurkundet sein.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch in der Broschüre "Vorsorge treffen"