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Pflegesachleistungen

Erfolgt die Pflege durch einen professionellen Pflegedienst, werden Pflegesachleistungen erbracht. Voraussetzung ist, dass ein Pflegegrad festgestellt wurde. Der Pflegesachleistungsbetrag wird nicht an den Pflegebedürftigen ausgezahlt.

Um Pflegesachleistungen in Anspruch zu nehmen, beauftragt der Pflegebedürftige einen Pflegedienst, bestimmte Leistungen zu erbringen. Das können zum Beispiel Hilfen bei der Grundpflege, beim Anziehen, bei Toilettengängen oder bei der Nahrungsaufnahme sein. Der Pflegedienst rechnet seine Leistungen dann direkt mit der Pflegekasse ab.

Je nach Pflegegrad besteht Anspruch auf Pflegesachleistungen bis zu folgenden monatlichen Gesamtwerten:

PFLEGEGRAD 1  -  *

PFLEGEGRAD 2  -     689 Euro

PFLEGEGRAD 3  -  1.298 Euro

PFLEGEGRAD 4  -  1.612 Euro

PFLEGEGRAD 5  -  1.995 Euro

* Im Pflegegrad 1 kann der Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat auch zum Ersatz von Aufwendungen für Leistungen der ambulanten Pflegedienste eingesetzt werden.

Pflegesachleistung und Pflegegeld können auch in kombinierter Form beantragt werden. Wird die Pflegesachleistung nicht voll ausgeschöpft, besteht Anspruch auf anteiliges Pflegegeld.

Ein Pflegebedürftiger des Pflegegrades 2 nimmt ambulante Sachleistungen durch einen Pflegedienst im Wert von 344,50 Euro in Anspruch. Der ihm zustehende Höchstbetrag für ambulante Sachleistungen beläuft sich auf 689 Euro. Er hat somit den ambulanten Sachleistungsbetrag zu 50 Prozent ausgeschöpft. Vom Pflegegeld in Höhe von 316 Euro stehen ihm damit ebenfalls noch 50 Prozent zu, also 158 Euro.