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Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds

Um die häusliche Pflege in der Wohnung zu ermöglichen können bei der Pflegekasse für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1-5 auf Antrag bis zu 4.000 EUR als Zuschuss für Anpassungsmaßnahmen gezahlt werden (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen). Manchmal reichen schon kleine Umbauten, um das tägliche Leben zu erleichtern.

Beispiele:

- Türverbreiterungen,

- Treppenlifter,

- Einbau fest installierter Rampen,

- Umbau Badezimmer

Der Zuschuss von 4.000 EUR zur Wohnungsanpassung steht jährlich zur Verfügung und kann daher mehrfach für verschiedene Maßnahmen gewährt werden.

Die Wohnberatung des Kreises Borken besucht Sie zu Hause und gibt Ihnen hilfreiche Tipps für wohnraumverbessernde Maßnahmen. Sie unterstützt Sie außerdem bei der Antragstellung und Umsetzung der Maßnahmen.

In jedem Zuhause, ob gemietet oder Eigentum, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ohne oder nur mit geringen Kosten, Sicherheit und Komfort zu verbessern. Einige der folgenden Ideen erscheinen auf den ersten Blick selbstverständlich, aber Sie werden überrascht sein, dass es in den meisten Wohnungen genau daran fehlt :

Checkliste

Tipps, die nichts kosten

  1. Öffnen Sie jeden Morgen Vorhänge und Jalousien, um ein Maximum an natürlichem Licht in die Wohnung zu lassen.
  2. Hinsetzen und Aufstehen darf keine Mühe bereiten. Im Idealfall verfügen Ihre Sitzgelegenheiten über Armlehnen. Als kurzfristige Maßnahme kann die Sitzhöhe zum Beispiel mit einem Kissen angepasst werden. Prüfen Sie außerdem, ob Stühle und Sessel einen sicheren Stand haben.
  3. Quer durch den Raum verlegte Kabel stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Deshalb sollten alle Elektro-, Telefon- und Computerkabel entlang der Fußleisten verlaufen. Langfristig kann die Installation zusätzlicher Steckdosen helfen, Kabelgewirr zu vermeiden.
  4. Lose Teppichkanten, Vasen und andere Dekorationsgegenstände haben auf der Treppe nichts zu suchen. Räumen Sie diese frei, denn hier ist das Verletzungsrisiko besonders hoch. Bei Bedarf können Sie eine Sitzgelegenheit auf einen Treppenabsatz stellen.
  5. Entfernen Sie alle Teppiche und Läufer, die Stürze verursachen können. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte sie wenigstens mit Antirutschmatten oder Klebebelägen sichern. Falls Sie mit Teppich ausgelegte Treppenstufen haben, sollten Sie hier unbedingt darauf achten, dass diese fest verlegt sind.
  6. Prüfen Sie, ob Türschlösser, Gegensprechanlage und Spion funktionsfähig sind. Reinigen bzw. ölen Sie diese in regelmäßigen Abständen.
  7. Stellen Sie sicher, dass Hauseingang und Treppenhaus ausreichend beleuchtet sind. Bei automatischer Beleuchtung sollten Sie prüfen, ob die Beleuchtungsintervalle ausreichen, um Wohnung, Keller, Garten oder Garage ohne Eile zu erreichen.
  8. Bewahren Sie Gegenstände, die regelmäßig benutzt werden, möglichst in Augenhöhe auf, damit Sie nicht in Versuchung kommen, auf wackelige Stühle zu steigen, um Gegenstände in hohen Schränken oder Regalen zu erreichen.
  9. Wie man sich bettet, so liegt man – bis man das erste Mal raus muss. Zur Orientierung im Dunkeln sollte es eine Lampe direkt am Bett geben, die bequem im Liegen zu erreichen ist.
  10. Legen Sie für den Fall eines Brandes im Voraus einen Fluchtweg fest, der geräumt sein sollte.

Tipps, die wenig kosten

  1. Versehen Sie alle Lampen mit den leistungsstärksten Leuchtmitteln, um eine optimale Ausleuchtung zu erzielen. Bitte beachten Sie die Angaben auf der Lampe/Leuchte.
  2. Installieren Sie Nachtlichter im Bad und den Räumen, die vom Schlafzimmer zum Bad führen. Bewegungsmelder, die das Licht automatisch einschalten, dienen der zusätzlichen Sicherheit.
  3. Nutzen Sie eine Antirutschmatte, um das Verrutschen von Teppichboden zu vermeiden.
  4. Verlegen Sie außerdem rutschfeste Matten im Bad und in der Dusche/Badewanne. Bei glattem Bodenbelag sollte eine solche Matte auch vor dem Bett verlegt werden.
  5. Installieren Sie mobile Handgriffe im Bad, um das (Auf-)Stehen und damit die Sicherheit in Badewanne/Dusche und WC zu verbessern.
  6. Tauschen Sie Griffe und Armaturen gegen Modelle aus, die einen geringen Kraftaufwand benötigen.*
  7. Installieren Sie Rauchmelder, und zwar am besten im Schlafzimmer, im Wohnzimmer, in der Küche und im Flur.*
  8. Installieren Sie einen Spion in der Wohnungs- bzw. Haustür.*
  9. Überprüfen Sie die Türen, die auf Balkone und Terrassen führen, auf Stolperschwellen. Rahmen, die mehr als 3 Zentimeter hoch sind, sollten mit Gummikeilen überbrückt werden.
  10. Bringen Sie eine Lampe mit Bewegungsmelder auf dem Balkon bzw. der Terrasse an, dann fühlen Sie sich in Ihrer Wohnung noch sicherer.*

* Bei diesen Maßnahmen kann die Unterstützung durch einen Fachmann nützlich sein.