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Nachbarschaftshelfer

In § 11 der Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AnFöVO) wird die Möglichkeit eröffnet, den Entlastungsbetrag für Nachbarschaftshilfe einzusetzen. Für die über 14.000 Pflegebedürftigen im Kreis Borken, die einen Anspruch auf den Entlastungsbetrag von 125 Euro haben, gibt es bislang zu wenig gewerbliche Anbieter von Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Nachbarn, Freunde, Bekannte oder ehrenamtliche Engagierte können im Rahmen der "Nachbarschaftshilfe" Betreuungs- und Entlastungsleistungen anbieten und so die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen im Alltag unterstützen. Für die Leistungen können die Pflegebedürftigen den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen und den Nachbarschaftshelfern damit eine Aufwandsentschädigung zahlen. So ist die Hemmschwelle, die Nachbarn schon wieder um Hilfe zu bitten, hoffentlich deutlich geringer, da sie nun auch für ihren Aufwand eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit erhalten können.

Der Kreis Borken erarbeitet derzeit einen Leitfaden zu den Rahmenbedingungen der Nachbarschaftshilfe, der hier künftig eingestellt wird.

Hier gibt es vorab schon einige Infos dazu:

Voraussetzungen:

1. die Unterstützung erfolgt ehrenamtlich (gegen eine geringe Aufwandsentschädigung),

2. die/der Nachbarschaftshelfer/in ist mit der anspruchsberechtigten Person nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert und lebt nicht mit ihr in einer häuslichen Gemeinschaft,

3. sie/er hat eine geeignete Qualifizierung, mindestens im Umfang eines Pflegekurses für Angehörige (§ 45 SGB XI) 

Die/der Nachbarschaftshelfer/in ist einmalig vorab von der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person als Nachbarschaftshelfer/in anzuerkennen. Die Aufwandsentschädigung wird dann in der Regel zunächst von der pflegebedürftigen Person gezahlt und monatlich von der Pflegekasse im Rahmen des Kostenerstattungsverfahrens nach § 45b Absatz 2 SGB XI nach Nachweis der geleisteten Stunden erstattet.

Nähere Informationen erhalten Sie bei: