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Aktuelles zur Pflegereform

Zum 1. Januar 2022 wurden durch die Pflegereform zahlreiche Änderungen wirksam. Hier informieren wir über die wichtigsten Neuerungen:

Anhebung (+ 5 %) der Leistungsbeiträge der Sachleistung (§ 36 SGB XI) ab 01.01.2022:

  • Pflegegrad 2: 724 Euro,
  • Pflegegrad 3: 1.363 Euro,
  • Pflegegrad 4: 1.693Euro,
  • Pflegegrad 5: 2.095 Euro.

Anhebung (+ 10 %) der Leistungsbeiträge für die Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) ab 01.01.2022:

Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf acht Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen bis zu dem Gesamtbetrag von 1.774 (vorher 1612) Euro im Kalenderjahr. Der Leistungsbetrag kann um bis zu 1.612 Euro aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Verhinderungspflege (VP) auf insgesamt bis zu 3.386 (1774 KZP + 1612 VP) Euro im Kalenderjahr erhöht werden.

Ab dem 20.07.2021 ist gemäß § 39e SGB V im Krankenhaus eine Übergangspflege im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung für maximal 10 Tage möglich, wenn eine anderweitige Versorgung nicht sichergestellt werden kann. Diese Leistung ist unabhängig davon, ob eine Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XI besteht.

Für das Pflegegeld, den Entlastungsbetrag, die Verhinderungspflege und die Tagespflege gibt es keine Änderungen der Leistungsbeiträge.

Vollstationäre Pflege

Um die finanzielle Belastung der pflegebedürftigen Menschen abzumildern, wird für die Pflegegrade 2 bis 5 seit 1.1.2022 ein Leistungszuschlag zu den Pflege- und Ausbildungskosten gewährt und der Eigenanteil an den Pflege- und Ausbildungskosten schrittweise verringert. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen werden nach wie vor nicht bezuschusst.

Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach dem Zeitraum, in dem Leistungen der vollstationären Pflege bezogen werden.

Für Heimbewohner:innen mit Pflegegrad 2-5 beträgt der Leistungszuschlag

  • 5% des Eigenanteils an den Pflegekosten innerhalb des ersten Jahres
  • 25% des Eigenanteils an den Pflegekosten wenn sie mehr als 12 Monate,
  • 45% des Eigenanteils an den Pflegekosten wenn sie mehr als 24 Monate und
  • 70% des Eigenanteils an den Pflegekosten wenn sie mehr als 36 Monate in einem Pflegeheim leben.

Angefangene Monate in Pflegeeinrichtungen werden als voll angerechnet. Der Leistungszuschlag muss nicht beantragt werden. Die zuständige Pflegekasse teilt den Pflegeeinrichtungen für jede(n) Bewohner:in mit den Pflegegraden 2 bis 5 die bisherige Dauer des Bezugs vollstationärer Leistungen mit.
Pflegebedürftige  Personen mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf den neuen Zuschuss.

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Pflegerin kümmert sich um Seniorin